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Schon wieder! Betrüger ergaunern 120.000 Euro

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Schon wieder hat es geklappt. Schon wieder muss sich die Chemnitzer Polizei mit zwei Betrugsfällen befassen, bei denen Senioren ihr Erspartes verloren haben. In Geringswalde und Thalheim summiert sich der Schaden auf rund 120.000 Euro. Die Fälle wurden am 13. April 2026 bekannt.

Betrüger locken mit angeblicher Geldanlage

In Thalheim war ein 73-Jähriger Anfang Februar im Internet auf ein Angebot gestoßen, das wie eine seriöse Geldanlage wirkte. Er registrierte sich auf der Plattform und hinterlegte persönliche Daten. Kurz darauf meldete sich ein angeblicher Broker telefonisch. Auf dessen Anraten wurde ein Onlinekonto eingerichtet. Danach begann das alte Spiel, nur eben digital geschniegelt: Es wurden hohe Gewinne versprochen. Der Mann zahlte mehrfach Geld ein, insgesamt knapp 43.000 Euro. Das Geld sollte angeblich gewinnbringend angelegt werden. Als später immer neue Forderungen auftauchten, diesmal für angebliche Steuerzahlungen und weitere Kosten, bemerkte der Senior den Betrug.

Falscher Bankmitarbeiter greift auf Konto zu

Ein ähnlicher Fall spielte sich in Geringswalde ab. Dort erhielt ein 74-Jähriger in der vergangenen Woche einen Anruf von einem angeblichen Mitarbeiter seiner Hausbank. Der Mann am Telefon behauptete, auf dem Konto lägen unrechtmäßige Überweisungsaufträge vor. Der Senior wollte die Buchungen stornieren. Der angebliche Bankmitarbeiter erklärte ihm jedoch, eine Rückbuchung sei nur möglich, wenn er die Vorgänge in seiner Onlinebanking-App bestätige. Kurz darauf gingen zwei Aufträge in der App ein. Der 74-Jährige bestätigte sie und löste damit selbst zwei Transaktionen aus. Danach war der Anrufer nicht mehr erreichbar. Als der Betrug auffiel, ließ der Mann sein Konto sofort sperren. Einen Teil des Geldes bekam er zurück. Trotzdem entstand ein Schaden von knapp 80.000 Euro.

Hier finden Sie Tipps der Polizei, wie Sie sich schützen können.