Kaum Zwischenfälle in der Silvesternacht
Der Jahreswechsel in unserer Stadt ist aus Sicht der Polizei im Vergleich zu den Vorjahren eher ruhig verlaufen. Die Beamten wurden vor allem wegen Sachbeschädigungen durch Raketen und Böller und wegen Lärmbelästigung gerufen. Größere Auseinandersetzungen blieben jedoch aus. Auch die Feuerwehr hatte ein vergleichsweise ruhiges Silvester. Insgesamt gab es 15 Einsätze, meist mussten die Kameraden wegen brennender Müllcontainer ausrücken, beispielsweise in Gablenz und auf dem Kaßberg. In Reichenbrand wurde eine Fußgängerampel durch Feuerwerkskörper zerstört. Großer Schaden entstand durch Böller in Amtsberg. Auf dem Freigelände des Heimatvereins wurden fünf Miniatur-Häuser zerstört. Der Wert rund 5.000 Euro.In anderen Regionen Sachsens hatten die Einsatzkräfte dagegen eine stressige Nacht: Krawalle gab es am Connewitzer Kreuz in Leipzig, dort wurden Polizisten mehrfach mit Böllern und Raketen attackiert. Die Polizei setzte Reizgas ein und räumte die Straße. Einen tragischen Zwischenfall gab es in Pegau bei Leipzig: dort hat ein Böller in der Nacht das Dach eines Einfamilienhauses in Brand gesetzt. Die Feuerwehr konnte den Brand löschen, ein Bewohner kam mit einer Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus. Das Haus ist nun unbewohnbar. Auch in Dresden gab es einen schweren Unfall: Ein Böller zerfetzte einem 22-Jährigen die Hand. Der Mann wurde ins ein Krankenhaus gebracht. Dort musste die Hand amputiert werden.