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  • In Chemnitz-Ebersdorf sind erneut Ampullen am früheren Kasernengelände gefunden worden. Die Stadt prüft Inhalt, Herkunft und weitere Sicherheitsmaßnahmen.

Ampullen-Alarm: Stadt vermutet spätere Ablage

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Wieder Ampullen. Wieder Chemnitz-Ebersdorf. Wieder das frühere Kasernengelände.

Am Montag ging bei der Polizeidirektion Chemnitz gegen 14 Uhr eine neue Fundmeldung ein. Ein Zivilist hatte zwei Ampullen entdeckt. Wie genau die Person auf die Gefäße gestoßen ist, ist nach Angaben der Stadt nicht bekannt. 

Die neuen Ampullen lagen nah an der alten Fundstelle. „Die Ampullen wurden in unmittelbarer Nähe des ersten Fundorts gefunden“, sagte eine Sprecherin der Stadt auf Anfrage.

Stadt vermutet spätere Ablage

Brisant ist der Zeitpunkt. Denn nach dem ersten Fund war das Areal am 8. Mai erneut abgesucht worden. Mitarbeiter des Grünflächenamtes und des Umweltamtes kontrollierten damals das Gebiet. Weitere Gefahrenstoffe fanden sie nicht.

Deshalb geht die Stadt nicht davon aus, dass die Ampullen bei der Nachsuche übersehen wurden. „Wir gehen davon aus, dass die Ampullen nach der Untersuchung dort abgelegt wurden“, so die Sprecherin.

Erste Ampullen mussten gesprengt werden

Der erste Fund hatte Anfang Mai einen größeren Einsatz ausgelöst. Damals mussten die Ampullen gesprengt werden. Ihr Inhalt galt als explosiv, giftig, krebserregend und nicht transportfähig. Ob auch von den beiden neuen Gefäßen eine Gefahr ausgeht, ist noch offen. Aktuell werden die Ampullen untersucht. Wann Ergebnisse vorliegen, kann die Stadt noch nicht sagen. 

Herkunft und Zweck werden geprüft

Außerdem wertet die Stadt aus, welche Herkunft und welchen Zweck die gefundenen Gegenstände haben könnten. Dafür wird auch externer Sachverstand hinzugezogen. Parallel prüft die Stadt Chemnitz weitere Sicherheitsmaßnahmen.