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  • Einsatzkräfte in Schutzanzügen untersuchen am Waldweg in Chemnitz-Ebersdorf die gefundenen Ampullen. Zunächst bestand der Verdacht auf radioaktive Strahlung, Messungen schlossen das später aus.

ABC-Alarm an der alten Kaserne

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Orange Schutzanzüge zwischen Bäumen, ein Messgerät dicht über dem Boden, daneben eine Schaufel und zahlreiche kleine Ampullen im Erdreich: Das Foto vom Einsatz in Chemnitz-Ebersdorf zeigt, wie vorsichtig Feuerwehr und Spezialkräfte am Dienstagabend an der Fundstelle vorgingen.

An einem Waldweg am ehemaligen Kasernengelände nördlich des Adalbert-Stifter-Weges waren mehrere Fläschchen, Dosen und zahlreiche kleine Ampullen mit unbekanntem Inhalt entdeckt worden. Kurz darauf wurde daraus ein ABC-Alarm.

Alarm ging um 17.38 Uhr ein

Der Alarm ging nach Angaben der Feuerwehr um 17.38 Uhr ein. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte wurde die Fundstelle gemeinsam mit dem Stadtordnungsdienst überprüft. Die Ampullen lagen offenbar schon seit Jahren im Wald. Weil zunächst nicht klar war, was sich in den Behältnissen befindet, wurde der Bereich großräumig abgesperrt. Zwischenzeitlich bestand der Verdacht auf radioaktives Material. Deshalb richteten die Einsatzkräfte einen Sperrkreis von rund 50 Metern ein.

Keine radioaktive Strahlung gemessen

An der Einsatzstelle wurden Spezialkräfte mit besonderer Ausrüstung nachgefordert. Sie untersuchten die Ampullen und die nähere Umgebung mit verschiedenen Messgeräten. Nach Angaben der Stadtverwaltung Chemnitz konnte eine radioaktive Strahlung ausgeschlossen werden. Damit war der erste große Verdacht vom Tisch. Entwarnung bedeutete das aber nicht.

Proben als gefährlich eingestuft

Mehrere Proben wurden durch zwei Fachberater analysiert und als gefährlich eingestuft. Da eine Gefahr durch andere Substanzen weiter nicht ausgeschlossen werden kann, werden die Ampullen nun genauer untersucht. Die Fundstelle wurde abgedeckt und mit einem Bauzaun gesichert. Die gefundenen Ampullen müssen durch eine Spezialfirma entsorgt werden.

36 Einsatzkräfte vor Ort

Verletzt wurde bei dem Einsatz niemand. Feuerwehr, Stadtordnungsdienst und Polizei waren mit insgesamt 36 Kräften vor Ort. Der Einsatz dauerte mehrere Stunden und endete um 22.16 Uhr.