1.300 leere Wohnungen bei Genossenschaften
In Chemnitz stehen rund 1.300 der insgesamt 22.406 Wohnungen der Genossenschaften leer. Das entspricht einer Quote von 6,2 Prozent und liegt im sächsischen Mittelfeld. Insgesamt sind etwa acht Prozent der rund 155.000 Wohnungen in der Stadt ohne Mieter.
Leerstandsrekord in Zwickau
Dresden weist mit 2,5 Prozent die niedrigste Leerstandsquote auf, während im Erzgebirge 14,6 Prozent der Wohnungen leer stehen. Noch höher liegt die Quote im Landkreis Zwickau mit 16,4 Prozent. Für 2024 erwarten die Genossenschaften in Chemnitz einen leichten Rückgang der Leerstandsquote um 0,1 bis 0,2 Prozentpunkte.
Mietpreise: Chemnitz bleibt erschwinglich
Die durchschnittliche Netto-Kaltmiete in Chemnitz lag Ende 2023 bei 5,42 Euro pro Quadratmeter. Für 2024 rechnen Experten mit einem leichten Anstieg auf 5,50 bis 5,60 Euro. Damit bleibt Chemnitz im Vergleich zu anderen Städten ein relativ günstiger Standort.
Deutlich teurer wird es allerdings bei Neubauwohnungen: Die Erstvermietung liegt hier bei durchschnittlich 11,32 Euro pro Quadratmeter. Modernisierte Bestandswohnungen kosten rund 6,48 Euro, während alte Wohnungen weiterhin bei etwa 5,50 Euro pro Quadratmeter bleiben.
Neubau: Hohe Kosten bremsen Projekte
Der Neubau von Wohnungen bleibt in Chemnitz und Sachsen insgesamt eine Herausforderung. 2023 entstanden im Freistaat nur 190 Genossenschaftswohnungen, ein Rückgang im Vergleich zum Vorjahr mit 286 Neubauten. Grund sind laut dem Verband Sächsischer Wohnungsgenossenschaften (VSWG) stark gestiegene Baukosten von bis zu 4.000 Euro pro Quadratmeter. Ohne staatliche Förderung führen diese Kosten zu Mietpreisen von bis zu 20 Euro pro Quadratmeter – für viele Mieter unerschwinglich. Für 2024 rechnet der Verband mit einem weiteren Rückgang der Neubautätigkeit. Prognostiziert wird die Fertigstellung von lediglich 180 neuen Wohnungen.