Zwerg-Zebus kehren nach Chemnitz zurück
Eine seltene Rinderrasse ist nach einigen Jahren Abstinenz in den Chemnitzer Tierpark zurückgekehrt. Es handelt sich um die Zwerg-Zebus. Die aus Asien stammenden Tiere wurden vor 25 Jahren schon einmal im Tierpark gehalten, die letzten Zebus wurden damals an den Zoo Stralsund abgegeben. Von dort kamen jetzt mit „Max“, „Amira“ und „Annabell“ drei neue Zwerg-Zebus wieder zurück nach Chemnitz. Sie besetzen nun die zweite Freianlage am Zebrahaus.
Zwergzebus gehören zu den sogenannten Buckelrindern. So leitet sich der Name Zebu vom tibetischen Wort für Buckel ab. Mit dem namensgebenden Buckel unterscheiden sich Zwergzebus deutlich von den in Europa gehaltenen Rinderrassen. Der Buckel, der vornehmlich aus verschiedenen Muskeln und weniger aus Fettgewebe besteht, ist bei den männlichen Tieren stärker ausgeprägt. Ein weiteres charakteristisches Merkmal ist die stark ausgebildete Wamme am Hals der Zwergzebus.
Die meisten der in Europa gehaltenen Tiere stammen ursprünglich aus Sri Lanka. Die Vertreter der kaukasischen Zuchtlinie werden in zoologischen Einrichtungen nur sehr selten gezeigt. In Deutschland kann man sie außer in Chemnitz nur noch im Zoo Stralsund und im Tierpark Berlin sehen. Insofern freut sich der Tierpark Chemnitz besonders, zum Erhalt dieser seltenen Nutztierrasse beizutragen.