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Warnstreik bei der Müllabfuhr in Chemnitz

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Am Donnerstag sind in Chemnitz etwa 80 Beschäftigte der Müllabfuhr und Wertstoffhöfe in den Warnstreik getreten. „Wir haben ein deutliches Zeichen gesetzt - auch wenn es nicht gelungen ist, den kompletten Betrieb lahmzulegen. Einige Fahrzeuge sind trotzdem rausgefahren“, sagte Andreas Schubert von der Gewerkschaft Verdi. Am Freitag soll der Warnstreik fortgesetzt werden.

Die Gewerkschaft Verdi hatte Hunderte Beschäftigte in Chemnitz, Magdeburg, Erfurt und Weimar aufgerufen, von Donnerstagmorgen an zwei Tage lang die Arbeit niederzulegen. Der Abfallentsorgungs- und Stadtreinigungsbetrieb Chemnitz hatte bereits gewarnt, dass es deshalb zu Ausfällen bei der Entsorgung kommen könne.

Mit den Warnstreiks will Verdi den Druck auf die Arbeitgeber in den laufenden Verhandlungen für Beschäftigte im öffentlichen Dienst bei den Kommunen und im Bund erhöhen. Die Gewerkschaft und der Beamtenbund dbb fordern für die bundesweit 2,3 Millionen Tarifbeschäftigten ein Plus von 4,8 Prozent für ein Jahr. Löhne und Gehälter sollen dabei mindestens um 150 Euro pro Monat steigen, Azubis sollen 100 Euro mehr bekommen. Zwei Gesprächsrunden brachten kein Ergebnis. Am 22. und 23. Oktober soll weiter verhandelt werden. (dpa)