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Zwei Lausitzer erfinden Ruhestifter für Großraumbüros

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Sie wollen in Ruhe arbeiten. Doch nebenan wird gebohrt und gehämmert. Die alterschwache Klimaanlage brummt vor sich hin. Eine Kollegin oder ein Kollege im Großraumbüro schnattert mal wieder ohne Punkt und Komma. Das alles nervt. Die Alternative wäreOhropax. Oder der „Silencemaker“ – eine Erfindung aus der Lausitz.

Er ist nicht größer als 30 Zentimeter, sieht aus wie ein Ufo mit Stacheln und Knubbeln. Die Stacheln sind Mikrofone, die Knubbel Lautsprecher. Der „Silencemaker“ ist eine Schöpfung von  Daniela Schob und Philipp Maasch. Sie haben Maschinenbau studiert, sind wissenschaftliche Mitarbeiter an der BTU Cottbus-Senftenberg.

Und so funktioniert der Ruhestifter, der „Silencemaker“: „Die Mikrofone am Gerät nehmen den Raumschall auf. Sie lokalisieren die Störungsquelle. Dann wird das Signal  in ein Antischall-Signal umgerechnet. Dieses Signal wird anschließend über die beiden Lautsprecher am Silencemaker zielgerichtet an den Nutzer übertragen“, erläutert Phillipp Maasch. Das störende Geräusch wird so weitgehend weggefiltert. 

Die beiden Lausitzer wollen sich ihren „Silencemaker“ patentieren lassen. Das Gerät soll voraussichtlich um die 500 Euro kosten. In zwei Jahren wollen die beiden Lausitzer ihren Ruhestifter auf den Markt bringen.

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Reporter Knut-Michael Kunoth