Zukunft der Talsperre Euba weiter ungewiss
Die Talsperre Euba erwacht am Ostersamstag vorübergehend aus ihrem Dornröschenschlaf. Der Verein zur Rettung der Talsperre öffnet die Tore des sonst verschlossenen Geländes und lädt wie jedes Jahr zum Osterfest. Bis 16 Uhr ist auch der Vorstand vor Ort und informiert über den aktuellen Stand zur Zukunft der historischen Anlage. Eine Sanierung hatte der Stadtrat mehrheitlich abgelehnt. Kurzfristig besteht trotzdem Handlungsbedarf, um die Sicherheit auf dem Gelände zu gewährleisten. Die denkmalgeschützte Talsperre ist seit rund 30 Jahren nicht mehr in Betrieb, an der Mauer wird auch kein Wasser mehr angestaut. Trotzdem muss die Regeltechnik immer wieder überprüft werden, um ein unkontrolliertes Anstauen zu verhindern. Beim Hochwasser 2013 hatte sich der Stauraum nach heftigen Regenfällen schnell gefüllt. Damals konnte nur knapp verhindert werden, dass die Talsperre überläuft. Denn ein Schieber war verklemmt und musste mit Hilfe der Feuerwehr aufwendig instandgesetzt werden. Die Talsperre Euba war 1914 gebaut worden, sie versorgte damals die Dampflokomotiven im Bahnbetriebswerk Hilbersdorf über eine Leitung mit Wasser. Bis etwa 1988 wurde das Gelände als Freibad genutzt. Heute ist das Baden verboten. Die Staumauer gilt einer Untersuchung zufolge als sicher, sie ist aber an einigen Stellen inzwischen wasserdurchlässig.