++ EIL ++

Weiterbetrieb der Gießerei nach Großbrand unsicher

Zuletzt aktualisiert:

Nach dem Großbrand in der Gießerei an der Schönherrstraße in Chemnitz ist unklar, wann der Betrieb wieder aufgenommen werden kann. Wie uns ein Firmensprecher sagte, ist die Stromversorgung unterbrochen – die Produktion werde vorerst ausgelagert. Ein Teil der Mitarbeiter helfe bei den Aufräumarbeiten, der Rest der 380 Beschäftigten habe erstmal Urlaub. Ob der Betrieb in der Gießerei überhaupt wieder aufgenommen werden kann, sei noch nicht absehbar. Es seien alle „Formanlagen“ zerstört worden, die für die Produktion von zentraler Bedeutung sind, so der Sprecher.

Am Chemnitzer Standort werden Eisengussteile hergestellt, vorrangig für Bremskomponenten in Nutzfahrzeugen. Zunächst sollen fertig gegossene Teile, die noch vorrätig sind, weiterverarbeitet werden.

Bei dem Großbrand war am Freitag ein Millionenschaden entstanden. Die genaue Höhe ist noch unklar Nun muss geklärt werden, wie es für die Beschäftigten weitergeht. Dazu soll es diese Woche Gespräche mit der Agentur für Arbeit geben. Oberbürgermeister Sven Schulze kündigte an, zu prüfen, inwieweit die Stadt helfen kann.

Unterdessen haben die Brandursachenermittler ihre Arbeit beendet. Sie schließen sowohl vorsätzliche als auch fahrlässige Brandstiftung als Ursache aus. Mit hoher Wahrscheinlichkeit haben die üblichen Abläufe im Produktionsprozess am Freitag zum Brand in einem Hochlager geführt. Daraufhin war die Halle komplett ausgebrannt.