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Zug-Ladestation aus Annaberg-Buchholz geht in den Testbetrieb

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Mit Hilfe einer Entwicklung des Forschungscampus SRCC in Annaberg-Buchholz wollen Bahnforscher aus Sachsen den Umstieg von Diesel- auf Akku-Züge beschleunigen. Dabei handelt es sich um eine transportable Ladestation, die es ermöglicht, Elektro-Züge auf Bahnstrecken ohne Oberleitung einzusetzen.

Die so genannte Wallbox aus Annaberg-Buchholz soll mit Investitionskosten von weniger als einer Million Euro nicht nur weit günstiger sein als vergleichbare Anlagen. Ihre Installation komme auch ohne langwieriges Planungsverfahren aus, sagt Arnd Stephan, Professor für Elektrische Bahnen an der Technischen Uni Dresden.

Erprobt wird die Wallbox im nächsten Schritt beim Zughersteller Alstom in Salzgitter. Noch in diesem Jahr soll von Annaberg-Buchholz aus der Versuchsbetrieb in der Praxis starten.

Knapp 40 Prozent der Bahnstrecken in Deutschland haben keine Oberleitung, sagt Bahnforscher Stephan und würden bisher mit Dieselloks betrieben.