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Zu wenig Impfstoff - Weniger Impfungen im Vogtland als geplant

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Im Corona-Hotspot Vogtland können Hausärzte wegen des fehlenden Impfstoffs nicht wie geplant flächendeckend Termine für Erstimpfungen anbieten. Das bestätigte Gesundheitsministerin Petra Köpping am Montag. Als Grund führte sie an, dass Sachsen nur rund ein Drittel der eingeplanten Impfstoffmenge von Astrazeneca erhalten habe. Die Ministerin sprach von einem „großen Rückschlag“. Alles sei abhängig von der Impfstoffmenge.

Astrazeneca hatte am Freitag mitgeteilt, statt 220 Millionen nur 100 Millionen Dosen bis zur Jahresmitte an die EU-Staaten liefern zu können. Der Konzern begründete dies unter anderem mit Exportbeschränkungen. Betroffen ist auch Sachsen.

Mit Blick auf das Vogtland, wo der Inzidenzwert am Montag auf über 300 kletterte, sprach Köpping von einer „beunruhigenden Entwicklung.“ Auch sachsenweit steigt die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche. Am Montag wolle daher der Corona-Ausschuss zusammenkommen, um über das weitere Vorgehen im Freistaat zu beraten.

Im sächsischen Vogtlandkreis können sich seit Freitag im Prinzip Erwachsene jeden Alters für eine Corona-Schutzimpfung registrieren - wenn Impfstoff zur Verfügung steht. (dpa)