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Zahlreiche Spaziergänge gegen Corona-Politik in Sachsen

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Nicht nur in Bautzen, sondern in zahlreichen Orten in Sachsen versammelten sich am Montag jeweils Hunderte Menschen. Alleine im Bereich der Polizeidirektion Chemnitz waren deshalb nach Polizeiangaben gut 500 Beamte im Einsatz. So zogen etwa 400 Menschen nach Polizeiangaben in verschiedenen Gruppierungen durch Freiberg. Sie hätten sich selbst wieder zerstreut, sagte eine Polizeisprecherin. Strafanzeigen seien nicht aufgenommen worden.

In Chemnitz beobachteten Polizisten etwa 150 Menschen, die in losen Gruppen durch die Straßen liefen. Weitere Aktionen gab es nach Polizeiangaben in Frankenberg, Mittweida, Oelsnitz im Erzgebirge und Zwönitz.

Im Kreis Zwickau protestierten am Montag an neun Orten insgesamt etwa 900 Personen gegen Corona-Maßnahmen. In Zwickau bewegten sich etwa 120 Demonstranten durch die Innenstadt. Nachdem ein Aufzug mit 80 bis 100 Personen in der Nähe des Edeka-Marktes von der Polizei gestoppt wurde, kam es zu Widerstandshandlungen und Angriffen gegen die Beamten. Eine Beamtin wurde durch einen 52-Jährigen Deutschen gezielt ins Gesicht geschlagen und verletzt.

Im Raum Leipzig und in Nordsachsen hatte es nach Polizeiangaben insgesamt rund 30 Aufrufe zu Protesten gegen Corona-Maßnahmen gegeben. An mehreren Orten schritten Polizisten ein und stellten Verstöße gegen die aktuellen Corona-Regelungen fest, wie es hieß.

Im Leipziger Stadtteil Engelsdorf sei ein Aufzug mit 250 Personen gestoppt worden, sagte ein Sprecher der dortigen Polizei. In der Leipziger Innenstadt sei eine Ansammlung auf dem Augustusplatz frühzeitig unterbunden worden. Laut Polizei wurden 13 Platzverweise erteilt und zwölf Ordnungswidrigkeiten festgestellt.