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Wunschkennzeichen nur noch per Paypal oder Kreditkarte

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Seit dem 2. Januar 2025 können Autofahrer in Chemnitz ihre Wunschkennzeichen nur noch per Kreditkarte oder Paypal reservieren. Die Stadtverwaltung hat das seit 2012 genutzte System abgeschafft und eine neue Lösung eingeführt – aus Kostengründen und um Missbrauch zu verhindern. Das geht aus der Antwort auf eine Ratsanfrage der Fraktion Bündnis Sahra Wagenknecht hervor

Warum die Umstellung?

Bis Ende 2024 nutzte die Stadt Chemnitz das Software-System „Internetgeschäftsvorfälle“ der Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung in Bayern (AKDB). Doch die Stadt entschied sich gegen eine Verlängerung, da ein neues Angebot jährliche Kosten von 5.500 Euro plus 19 Cent pro Reservierung verursacht hätte – eine Belastung, die aufgrund der angespannten Haushaltslage als nicht tragbar angesehen wurde. Stattdessen wurde das System der Lecos GmbH integriert, das bereits im städtischen Online-Portal für Fahrzeugzulassungen genutzt wird. Dadurch fällt nun die Reservierungsgebühr von 2,60 Euro sofort bei der Buchung an – und nicht erst bei der Zulassung, wie es früher der Fall war.

Weniger Blockierungen, mehr Effizienz

Die Stadt begründet die Änderungen nicht nur mit Kosteneinsparungen, sondern auch mit dem Ziel, massenhafte Blockierungen von Kennzeichen zu verhindern. In der Vergangenheit konnten Nutzer unendlich viele Wunschkennzeichen reservieren, ohne eine Gebühr zahlen zu müssen. Dadurch wurden viele Kennzeichen blockiert, die letztendlich nie genutzt wurden.

Keine Lastschrift oder Giropay mehr

Mit der Umstellung wurden auch die Zahlungsmöglichkeiten eingeschränkt:

  • SEPA-Lastschrift wurde abgeschafft, da Rückbuchungen für die Verwaltung zu aufwendig sind.
  • Giropay, das Online-Bezahlsystem deutscher Banken, wurde wegen zu geringer Nutzung eingestellt.