- Chemnitz geht mit zwei Projekten bei „Ab in die Mitte“ ins Rennen: einer Lerninsel für Studenten und neuen Ideen für den Düsseldorfer Platz.
- Chemnitz beteiligt sich mit zwei Projekten am diesjährigen Wettbewerb „Ab in die Mitte“ in Sachsen. In der Innenstadt ist eine begrünte Lerninsel für Studenten geplant – mit WLAN und modernen Sitzgelegenheiten.
Wir zeigen die Chemnitzer Ab-in-die-Mitte-Projekte
Wer das Bild sieht, bekommt sofort eine Ahnung davon, wie der Düsseldorfer Platz einmal aussehen könnte: große Sonnenschirme, kräftige Farben auf dem Boden, viel Grün, eine riesige Sitzbank und eine leuchtende Fassade. Dazu eine kleine Gastro-Einheit mit Dachterrasse. Genau mit solchen Bildern geht Chemnitz beim sächsischen Innenstadtwettbewerb „Ab in die Mitte“ ins Rennen.
Zwei Chemnitzer Ideen bei „Ab in die Mitte“
Chemnitz hat zwei Projekte eingereicht. Eines davon nimmt sich den Düsseldorfer Platz vor. Der komplette Platz soll farblich neu gestaltet werden. Das Motiv soll den Rhein aufgreifen und damit auf die Partnerstadt Düsseldorf verweisen. Vorgesehen sind außerdem hitzereduzierende Farben.
Mehr Schatten sollen übergroße Sonnenschirme bringen. Die vorhandenen Sitzgruppen bleiben, dazu kommt eine markante XXL-Sitzbank als neuer Mittelpunkt. Größere Pflanzkübel sollen zusätzlich Grün auf den Platz bringen.
Auch die Rückseite des Kaufhauses Peek & Cloppenburg spielt eine Rolle. Dort ist eine Licht- oder Videokunstinstallation geplant. Denkbar sind außerdem wechselnde Klangwelten. Für die Gastronomie sieht der Entwurf mobile Container mit Dachterrasse vor. Dort könnten Kaffee, Eis, Cocktails und Snacks angeboten werden. Die Planer sprechen vom „kleinsten Rooftop der Stadt“.
Lerninsel mitten in der Chemnitzer City
Das zweite Chemnitzer Projekt richtet sich vor allem an Studenten. Geplant ist eine frei zugängliche Lerninsel mitten in der Innenstadt. Der kleine Pavillon soll wettergeschützt und weitgehend barrierefrei sein. Vorgesehen sind überdachte Arbeitsplätze, Sitz- und Liegeelemente, Strom, Beleuchtung und die Vorbereitung für WLAN.
Die Lerninsel soll nicht nur zum Arbeiten dienen. Geplant sind auch Workshops, offene Lerntage, kleine Lesungen und weitere Aktionen. Studierende, Hochschulen, Handel, Gastronomie und Kreativszene sollen eingebunden werden. Der Aufbau ist nach der bisherigen Planung ab Ende 2026 beziehungsweise im Frühjahr 2027 vorgesehen.
77 Projekte aus ganz Sachsen
Der Wettbewerb „Ab in die Mitte“ steht 2026 unter dem Motto „Cooler Kern statt grauer Stein“. 63 Kommunen haben insgesamt 77 Projekte eingereicht. Das ist ein neuer Rekord. Der Freistaat stellt mehr als 300.000 Euro Preisgeld bereit.
Die Entscheidung fällt am 6. November auf der Messe „denkmal 2026“ in Leipzig. Der erste Preis ist mit 60.000 Euro dotiert. Zwei zweite Preise bringen jeweils 40.000 Euro, drei dritte Preise jeweils 20.000 Euro. Dazu kommen Sonder- und Anerkennungspreise.

