Wild Boys gewinnen Derby gegen Schönheide
Nach zwei Toren Rückstand gelang es am Samstagabend den Eishockeycracks der Wild Boys, sich mit Moral und Konzentration gegen starke Schönheider Wölfe ins Spiel zurückzukämpfen und am Ende den überaus verdienten Derby-Sieg zu holen. Kaum war der erste Bully gefallen, begann Schönheide aufs Chemnitzer Tor zu drücken und erzielte ein frühes Führungstor. Die Wild Boys hingegen hatten über weite Strecken Schwierigkeiten, sich freizuspielen. Schönheide war stark in der Offensive, stark in der Defensive und überstand selbst zwei Unterzahl-Situationen, ohne groß in Bedrängnis zu geraten. Erst in den letzten Minuten des ersten Drittels gelang es den Chemnitzern langsam, sich gegen Schönheide zu positionieren. So ging es in die Kabine. Nach der Pause merkte man gleich, dass Chemnitz gewillt war, sich nicht kampflos zu ergeben. Ein früher Treffer zum 0:2 durch Kevin Geier musste aber erst einmal verkraftet werden. Aber nun zeigte sich Schönheide wohl zu arglos, denn Jan Herman gelang nur eine Minute später der Anschlusstreffer. Nun begann das Chemnitzer Spiel an Fahrt zu gewinnen und das Blatt wendete sich langsam aber stetig zugunsten von Chemnitz. In Überzahl traf schließlich Tobias Rentzsch zum 2:2 und stellte damit den Ausgleich her. Schönheide geriet nun ebenso unter Druck, wie Chemnitz im ersten Durchgang. Doch damit noch nicht genug. In den letzten Minuten des Drittels gelang Michael Stiegler noch ein bemerkenswerter Schlenzer von der blauen Linie, mit dem sowohl die Schönheider Abwehr wie auch Sebastian Modes im Wölfe-Tor nicht gerechnet hatten. So stand mit der Pausensirene nach einem starken Chemnitzer Drittel verdientermaßen 3:2 für die Wild Boys. Auch das letzte Drittel dominierte Chemnitz über weite Strecken und konnte die Führung durch einen Treffer von Michael Galvez zum 4:2 ausbauen. Schönheide wollte aber nicht kampflos aufgeben und legte am Ende noch einmal eine Offensiv-Schippe drauf. So wandelte sich das Spiel in den letzten Minuten in einen offenen Schlagabtausch mit vielen Strafen und vielen Chancen. Als den Wölfen der Anschlusstreffer durch Robert Hoffmann gelang, war wieder alles offen. Sebastian Staudts Tor wurde nun mit einem zusätzlichen Feldspieler bestürmt, aber von der Chemnitzer Abwehr mit Klauen und Zähnen verteidigt. Ein Pfostentreffer in der letzten Sekunde war dann Schreck und Erlösung zugleich - Sieg im Derby.