Wieder schwerer Verkehrsunfall auf der A4

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Dresden -

Auf der Autobahn 4 Chemnitz Richtung Dresden hat es am Freitagmorgen erneut einen schweren Verkehrsunfall gegeben. Zwischen Siebenlehn und dem Dreieck Nossen sind gegen 08:15 Uhr mehrere Fahrzeuge ineinander gefahren. Nach ersten Informationen waren zwei LKW und zwei Autos beteiligt. Eine Fahrerin wurde schwer verletzt, ein Rettungshubschrauber wurde angefordert.

Der Verkehrswarndienst warnte am Morgen vor Fahrzeugteilen auf allen Fahrstreifen und Personen auf der Fahrbahn. Die Richtungsfahrbahn Chemnitz - Dresden ist dann vorübergehend gesperrt worden. Es bildete sich ein Rückstau bis Berbersdorf. In den vergangenen Wochen hatte es nahezu täglich schwere Unfälle auf der A4 zwischen Chemnitz - Dresden und Görlitz gegeben.

Update 10:15 Uhr: Wie der Verkehrswarndienst mitteilte, hat sich ein zehn Kilometer langer Stau gebildet, Autofahrer wurden aufgefordert eine Gasse für Rettungs- und Einsatzfahrzeuge zu bilden. Die letzte freie Ausfahrt ist Hainichen.

Update 11:30 Uhr: Inzwischen gibt es 20 Kilometer Stau bis Frankenberg, teilte der Verkehrswarndienst mit. Die Bergungsarbeiten laufen.

Update 14:00 Uhr: Die Dresdner Polizei hat nun ihre Bilanzmeldung veröffentlicht:

Nach derzeitigem Ermittlungsstand bremste eine Mercedesfahrerin (62) auf der mittleren Fahrspur aus unbekannten Gründen ihr Fahrzeug plötzlich stark ab. Der polnische Fahrer (28) eines Volvo-Sattelschleppers konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und stieß bei dem Ausweichversuch gegen den Mercedes und die Mittelleitplanke. Der Mercedes wurde dadurch gegen einen Lkw Mercedes Actros (Fahrer 35) in der rechten Fahrspur gestoßen. Ein BMW 320d (Fahrer 52) konnte ebenfalls nicht mehr rechtzeitig anhalten und kollidierte mit dem Sattelschlepper.

Die 62-Jährige wurde schwer verletzt mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen. Der Fahrer des BMW und seine Beifahrerin (43) wurden ebenfalls verletzt und kamen in eine Klinik. Der 35-jährige Lkw-Fahrer wurde mit leichten Verletzungen vor Ort behandelt. Insgesamt entstand ein Schaden von rund 75.000 Euro.

Die BAB 4 war während der Unfallaufnahme in Richtung Dresden voll gesperrt. Die Bergungsarbeiten dauern zum jetzigen Zeitpunkt noch an.