Widerstand gegen Schulschließungen vor Ostern
Kommunalpolitiker aus dem Erzgebirge haben die Regierung eindrücklich gebeten, Schulen und Kitas trotz steigender Infektionszahlen vor den Osterferien nicht zu schließen. Der Zwönitzer Bürgermeister Wolfgang Triebert sagte am Mittwoch in einer Videokonferenz mit Amtskollegen und Ministerpräsident Michael Kretschmer, man müsse nur „den Mut finden, diese Entscheidung zu treffen“. Eine Schließung in der kommenden Woche wäre katastrophal, so Triebert weiter.
Kretschmer widersprach. Das habe nichts mit Mut zu tun, sondern mit Gesundheitsschutz. Schulen und Kitas spielten inzwischen bei der Übertragung von Infektionen eine wesentlich größere Rolle als zuvor, so Kretschmer.
Laut Landrat Frank Vogel sollen die Landkreise mit einer Inzidenz über 100 bis Mittwochabend Argumente zusammentragen, die gegen eine Schließung sprechen. Die Entscheidung zu den Schulen und Kitas soll am Donnerstag fallen.
Nach der Corona-Schutzverordnung für Sachsen müssen Schulen und Kitas wieder schließen, wenn die Wocheninzidenz an fünf aufeinanderfolgenden WERKagen über 100 liegt. In mehreren Landkreisen ist das der Fall.