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Werkzeug­ma­schi­nenbauer UNION mit neuem Eigentümer

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Der Chemnitzer Werkzeug­ma­schi­nen­bauer UNION hat einen neuen Besitzer. Wie uns Geschäfts­führer Gerhard Glanz sagte, gehört das Unter­nehmen ab sofort zur Herkules-Gruppe mit Sitz in Siegen. Über den Kaufpreis wurde Still­schweigen verein­bart. Zuletzt waren 80 Prozent der Gesell­schaf­ter­an­teile im Besitz des nieder­län­di­schen Finanz­in­ves­tors Nimbus. Das restliche Fünftel gehörte Glanz. Herkules hat laut Glanz alle Anteile übernommen. Für die rund 180 Mitar­beiter hat der Eigen­tü­mer­wechsel keine Auswir­kungen. Im Gegen­teil: Die Zahl soll in drei bis vier Jahren auf 250 bis 300 steigen. Nach Angaben von Glanz ist die UNION für die Zukunft gut aufge­stellt. Beide Unter­nehmen ergänzten sich in Bezug auf die Produkt­pa­lette als auch bei den Absatz­märkten, hieß es. Union sei in Osteu­ropa stärker vertreten, Herkules in Asien. Während die Union Werkzeug­ma­schinen und Bohrwerke für die Großtei­le­be­ar­bei­tung herstellt, fertigt die Herkules-Gruppe Schleif-, Dreh- und Portalfräs­ma­schinen. Zusammen beschäf­tigten beide Firmen den Angaben nach gut 1800 Mitar­beiter. Die UNION hatte 1996 für Aufsehen gesorgt, als das Unter­nehmen von den eigenen Mitar­bei­tern gekauft und so vor dem Unter­gang gerettet wurde. Die Firma war zuvor ohne eigene Schuld nach 140-jähriger Geschichte ins Schlin­gern geraten, nachdem das Mutter­un­ter­nehmen Dörries Schar­mann AG aus Mönchen­glad­bach pleite ging. Gut 100 der vormals 140 Mitar­beiter kauften damals Gesell­schaf­ter­an­teile von jeweils 10 000 D-Mark.

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