Notschlafstelle für Jugendliche erneut vom Tisch
Die geplante Notschlafstelle für jugendliche Ausreißer in Chemnitz ist vorerst vom Tisch. Der Jugendhilfeausschuss hat sich mit knapper Mehrheit dagegen ausgesprochen. Der CDU, AfD sowie Pro Chemnitz und einigen Vertretern der Jugendarbeit ist das Projekt zu teuer. 500.000 Euro pro Jahr waren dafür ursprünglich im Haushalt vorgesehen.
In der Notschlafstelle hätten Ausreißer, die nicht vom Jugendnotdienst betreut werden, die Nacht verbringen können. Wie uns SPD-Stadtrat Maik Otto sagte, gibt es eine solche Notschlafstelle noch nirgendwo in Sachsen. Dort könnten Jugendliche in Notsituationen auch etwas zu Essen bekommen oder Duschen nutzen. Über das Projekt werde bereits seit Jahren diskutiert. Das Jugendamt hatte sogar bereits einen Träger in der Hinterhand. Dass es nun schon wieder vertagt wird, habe ihn schockiert, so Otto. Nun soll geprüft werden, ob Fördermittel beantragt werden könnten, um das Projekt doch noch zu realisieren. Andernfalls könnte das im Haushalt bereits eingeplante Geld aber auch für andere Zwecke im Kinder- und Jugendbereich genutzt werden.