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Weiter Hochsommer in Sachsen

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Nach einer kleinen Verschnauf­pause am Wochen­ende legt der Sommer in Sachsen zu Beginn der Woche wieder ordent­lich zu. „Es wird super hochsom­mer­lich“, sagte ein Meteo­ro­loge des Deutschen Wetter­dienstes (DWD) in Leipzig. Die Tempe­ra­turen steigen bereits am Montag vieler­orts auf bis zu 33 Grad und sollen im Verlauf der Woche weiter in die Höhe klettern. Regen und größere Gewit­ter­fronten sind laut DWD nicht in Sicht. Am Sonntag dagegen kühlte es in den meisten Regionen mit 26 bis 28 Grad zumin­dest etwas ab. Die angekün­digten Gewitter blieben aus.Trotz der hohen Tempe­ra­turen in den vergan­genen Tagen gibt es bei den meisten Badeseen in Sachsen keine Bedenken bei der Wasser­qua­lität. Ausnahmen sind aller­dings der Quitz­dorfer Stausee (Landkreis Görlitz) und die Talsperre Bautzen wegen der Entwick­lung von Blaualgen. Experten nehmen bis Mitte September regel­mäßig Proben aus landes­weit 34 Seen, Talsperren und Teichen, in denen Baden ausdrück­lich gestattet ist und die den Anfor­de­rungen der EU entspre­chen. Viele Menschen suchten am Wochen­ende Abküh­lung in Seen und in Freibä­dern. „Wir sind gut besucht“, sagte eine Sprecherin des Georg-Arnold-Bades in Dresden am Sonntag. Auch am Badesee Coswig-Kötitz (Landkreis Meißen) herrschte großer Andrang. „Die letzten Tage machen den schwie­rigen Start in die Saison wieder gut“, sagte ein Mitar­beiter.Mehr als 1.000 Menschen stürzten sich zum tradi­tio­nellen Dresdner Elbeschwimmen in das 26 Grad warme Wasser. Vom „Blauen Wunder“ ging es am Sonntag 3,5 Kilometer strom­ab­wärts bis zum Fährgarten Johann­stadt. Der Pegel­stand lag bei gerade einmal 60 Zenti­me­tern - normal sind etwa zwei Meter. Derzeit führt die Elbe so wenig Wasser wie seit 51 Jahren nicht mehr. Unter­dessen hatte die Feuer­wehr mit den Folgen der Trocken­heit zu kämpfen. In Großol­bers­dorf (Erzge­birgs­kreis) fing am Samstag ein abgeern­tetes Getrei­de­feld von der Größe eines Fußball­feldes Feuer. Ursache war vermut­lich eine defekte Stroh­presse. Wegen der hohen Tempe­ra­turen breitete sich das Feuer schnell aus.Nach einer kurzen Entspan­nung am Sonntag verschärft sich die Waldbrand­ge­fahr am Montag. In weiten Teilen gilt vieler­orts im Freistaat die zweit­höchste Warnstufe Rot. In Teilen der Landkreise Leipzig, Nordsachsen, Meißen und Bautzen gilt sogar die höchste Warnstufe Lila. (dpa)