Weihnachtliche Vesper vor der Frauenkirche
Bereits zum 23. Mal ist am Mittwochabend in Dresden die Weihnachtliche Vesper vor der Frauenkirche gefeiert worden. Es ist der größte, regelmäßige Open-Air-Gottesdienst in Deutschland. Mehr als 10.000 Menschen versammelten sich auf dem Neumarkt. Ministerpräsident Stanislaw Tillich bezeichnete Weihnachten als Quelle der Kraft, Zuversicht und Mitmenschlichkeit. Rassismus, Hass und Gewalt parngerte er an. "All dies ist nicht vereinbar mit den christlichen Werten, die in letzter Zeit so häufig und für alles Mögliche in Anspruch genommen werden", sagte Tillich. "Wer seinen Sorgen Ausdruck verleihen will, sollte dabei keine Grenzen überschreiten - weder die Grenzen unserer Grundwerte und unseres Rechtsstaates, noch die Grenzen des Anstandes und der Achtung vor dem Nächsten", sagte der Ministerpräsident, ohne die islam- und fremdenfeindliche Pegida-Bewegung ausdrücklich zu erwähnen. Der evangelische Landesbischof Carsten Rentzing ging gleichfalls auf die Stimmung in Sachsen und in Deutschland ein. "Weihnachten biete die Chance, Frieden in den Herzen und in der Gesellschaft zu stiften", so Rentzing. Die Christ-Vesper fand erstmals 1993 vor dem kurz zuvor aus den Trümmern freigelegten Altar der Frauenkirche statt.