++ EIL ++
  • Chemnitz plant neue Regeln bei der Hundesteuer: Ältere Hunde aus dem Tierheim sollen künftig dauerhaft steuerfrei werden.

Wau! Stadträte wollen Hundesteuer für Oldies kippen

Zuletzt aktualisiert:

In Chemnitz könnte sich bei der Hundesteuer einiges ändern. Die Stadtratsfraktionen von Linken, CDU/FDP und Grünen wollen ältere Hunde aus dem Tierheim dauerhaft von der Steuer befreien. Der Vorschlag liegt jetzt dem Verwaltungs- und Finanzausschuss vor.

Konkret geht es um Hunde, die aus einem Chemnitzer Tierheim aufgenommen werden und bei der Aufnahme älter als acht Jahre sind. Für sie soll künftig keine Hundesteuer mehr fällig werden. Bisher gilt für Tierheimhunde bereits eine Befreiung für 24 Monate. Diese Regel soll bleiben. Neu wäre die dauerhafte Steuerfreiheit für ältere Tiere.

Entlastung für Tierheime

Mit dem Plan wollen die Antragsteller älteren Hunden bessere Vermittlungschancen geben. Gerade sie bleiben oft länger im Tierheim. Die Steuerbefreiung soll deshalb einen zusätzlichen Anreiz schaffen, ein älteres Tier aufzunehmen. Zugleich sollen die Tierheime in der Stadt entlastet werden.

Neue Regeln für Arbeits- und Schutzhunde

Auch bei den Ermäßigungen soll sich etwas ändern. Therapie-, Schul- und Rettungshunde sollen künftig nur noch die halbe Hundesteuer kosten, wenn sie eine anerkannte Prüfung bestanden haben. Rein privat genutzte Schutzhunde sollen dagegen nicht mehr steuerlich begünstigt werden.

Die Verwaltung hatte allerdings andere Pläne. Im Rathaus wurde überlegt, die Hundesteuer um zehn Prozent auf 110 Euro steigen. Pro Jahr zahlen Chemnitzer Hundehalter rund eine Million Euro in die Stadtkasse. Die Räte senkten aber die Daumen.  Über den neuen Antrag entscheidet der Stadtrat voraussichtlich am 1. Juli.