- Der "Wasserbomben-Anschlag" von Chemnitz ist aufgeklärt - es war ein Dummer-Jungen-Streich.
Wasserbomben-Anschlag: Es war ein 14-Jähriger
Der „Wasserbomben-Anschlag“ von Chemnitz ist aufgeklärt. Nach fünf Wochen steht fest: Es war kein gezielter Angriff, sondern ein Dummer-Jungen-Streich.
Ein Treffer mit großen Auswirkungen
Zunächst hatte der Fall hohe Wellen geschlagen. Am 3. Juli gegen 17:10 Uhr war vom Dach eines Parkhauses in der Rathausstraße ein mit Wasser gefüllter Luftballon geworfen worden. Die „Wasserbombe“ traf eine 20-jährige Inderin in Höhe der Tchibo-Filiale an der Zentralhaltestelle. Sie wurde leicht verletzt.
Eine Inderin von einer „Wasserbombe“ getroffen? Da griff man sicherheitshalber zum ganz großen Besteck...
Das Dezernat Staatsschutz der Kriminalpolizei hat die Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung übernommen und suchte Zeugen. Der Apparat lief an. Es gab eine Beschreibung. Der Täter ist hellhäutig und wurde als etwa 1,80 Meter groß beschrieben. Er soll mit einem gelben T-Shirt bekleidet gewesen sein. Mehr wusste man nicht, begann zu ermitteln.
Platsch-Platsch-Klatsch
Derweil machte es nur zwei Stunden später wenige Straßenzüge weiter auch Platsch, Platsch und Klatsch! Ein Junge (14) hatte aus einem Wohnhaus im Rosenhof eine Wasserbombe (Platsch) und eine wassergefüllte Plastikflasche (Platsch) auf die Straße geworfen, wurde dafür von einem Anwohner geschlagen (Klatsch).
Dass die beiden Fälle zusammenhängen und es sich um den gleichen Täter handelt, wurde erst im Verlauf der Ermittlungen klar - und die dauerten fünf Wochen.
