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Was macht die Seilablaufanlage im Eisenbhanmuseum so besonders?

Dass das Chemnitzer Eisenbahnmuseum in Hilbersdorf das größte in Europa ist, dürften viele wissen. Aber auch, dass die historische Seilablaufanlage, mit der dort damals Waggons ohne Lok bewegt werden konnten, ein seinerzeit modernes Kraftwerk war? 

Museumschef Claudius Noack erklärt: „Unsere Seilablaufanlage, die erst 1930 in Betrieb gegangen ist, der Rangierbahnhof selbst um 1900, die war in hohem Maße nachhaltig organisiert. Das heißt, man hat sich vor Augen geführt, dass jeder Wagenablauf die potenzielle Energie des Wagens auf dem Berg in kinetische Energie umwandelt. Diese wurde über dieses Seilwagensystem so genutzt, dass über Generatoren elektrische Energie produziert worden ist. Und damit konnten Weichenlaternen beleuchtet oder die Stellwerkstechnik betätigt werden. Das ist also wirklich Nachhaltigkeit Anno 1930.“ 

Die Anlage funktioniert übrigens noch und wird bei verschiedenen Veranstaltungen im Eisenbahnmuseum in Betrieb genommen.

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Seilablauf-Anlage

Gefördert durch die Sächsische Landesmedienanstalt. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.