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Warnstreiks: etwa 12.000 Menschen bei Kundgebung in Dresden

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Die Gewerk­schaft Verdi spricht von einem Riesen-Erfolg. Bei einer zentralen Kundge­bung in Dresden haben sich am Donnerstag rund 12.000 strei­kende Mitar­beiter des Öffent­li­chen Dienstes versam­melt. In weiten Teilen Sachsens haben Beschäf­tigte die Arbeit nieder­ge­legt. Im Nahver­kehr von Zwickau und Chemnitz wird noch bis zum Abend gestreikt. Wegen der Streiks bleiben viele Kitas und Horte geschlossen in Dresden, Freital, Leipzig, Annaberg-Buchholz oder auch Chemnitz. An den großen deutschen Flughäfen dauerten die Warnstreiks im öffent­li­chen Dienst bis 14 Uhr. Betroffen waren die Flughäfen in Frank­furt. München, Düssel­dorf, Hamburg, Köln/Bonn, Stutt­gart und Hannover. Allein die Lufthansa musste wegen der Ausstände fast 600 Flüge strei­chen. Auch an den sächsi­schen Flughäfen waren Auswir­kungen spürbar: In Leipzig und Dresden wurden alle Flüge von und nach Frank­furt gecan­celt.Die Gewerk­schaften wollen Bewegung in die Tarif­ver­hand­lungen bringen. Die bishe­rigen Runden verliefen enttäu­schend, so ein Verdi-Sprecher. Die Gewerk­schaften fordern unter anderem 100 Euro – plus 3,5 Prozent mehr Geld sowie einen einheit­li­chen Urlaubs­an­spruch von 30 Tagen. Die nächste Tarif­ver­hand­lungs­runde ist am 31. März in Potsdam geplant.