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Wanderer: Fahrradwerkstatt und Fahrschule

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Einer der bedeutendsten historischen Chemnitzer Industriestandorte sind die Wandererwerke. Gegründet wurden sie im Jahr 1885, so Ludwig Karsch vom Fahrzeugmuseum: „Die Wandererwerke entstammen eigentlich aus einer Fahrradreparaturwerkstatt. (0:15) Also die Herren Jenicke und Winkelhofer haben eine Fahrradreparatur betrieben, hatten eine Fahrradfahrschule, weil damals ist man Hochrad gefahren, da musste man schon ein bisschen üben. Dann haben sie angefangen, aus Teilen Räder zusammenzubauen.“

Aber nicht nur das: „Fräsmaschinen und diese Rechenmaschinen oder Schreibmaschinen, die da hergestellt wurden - man hatte halt noch ein weiteres Produkt, was eben über die Krisenzeiten im Fahrzeugbau geholfen hat.“ Später kamen dann auch motorisierte Zweiräder dazu. „Also motorisierte Fahrräder als erstes und dann richtige Motorräder. Und wenn man die Technologie, das Geld und den Platz hatte, konnte man natürlich auch Automobile herstellen. Das Automobil war das Produkt der Zukunft.“ Heute verfällt der Gebäudekomplex an der Zwickauer Straße, weil sich der Eigentümer kaum darum kümmert.

Audio:

Wanderer: Von der Werkstatt bis zum Autobauer

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