• Der batteriegetriebene Triebzug vom Typ Desiro ML von Siemens

VVO testet batteriebetriebenen Siemenszug

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Ein batteriebetriebener Siemens-Zug ist am Mittwochvormittag auf Testfahrt von Dresden nach Königsbrück gegangen. An Bord waren u.a. Wissenschaftler der TU Dresden und der TU Berlin und Vertreter aus Politik und Wirtschaft. Der Verkehrsverbund Oberelbe untersucht nämlich Wasserstoff und Batterie als Alternativen für die Bahnstrecken auf denen noch Dieseltriebwagen zum Einsatz kommen.

Das sind die Verbindungen von Dresden nach Kamenz und Königsbrück, die Verbindung durch das Müglitztal von Heidenau nach Altenberg sowie die Regionalbahn von Pirna nach Neustadt und Sebnitz.  Mit Zustimmung des benachbarten Zweckverband Verkehrsverbund Oberlausitz-Niederschlesien (ZVON) kann der VVO auch Untersuchungen zur gemeinsam ausgeschriebenen Verbindung von Dresden nach Zittau beauftragen.

„Wir bereiten mit Machbarkeitsstudien und Technologievergleichen eine Systementscheidung für unsere Regionalstrecken für die Zeit nach 2031 vor“, erläutert Burkhard Ehlen, Geschäftsführer des VVO. „Damit für den Aufbau der nötigen Infrastruktur, egal ob für Wasserstoff- oder Batteriezüge, ausreichend Zeit bleibt, wollen wir bis Ende 2021 eine Entscheidung treffen.

Am Mittwochnachmittag kann der Triebwagen vom Typ Desiro ML dann am Dresdner Hauptbahnhof von 14.30 Uhr bis 18 Uhr auf Gleis 4 von besichtigt werden. Mitarbeiter von Siemens Mobility und VVO stehen zum Gespräch bereit. Besucher werden gebeten einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen.

Modernisierung der Bahnstrecke Dresden – Königsbrück

Der Einsatz des Zuges auf der Strecke von Dresden nach Königsbrück unterstreicht zudem die Ambitionen von VVO, Kommunen sowie der DB AG, die Strecke in den Jahren bis 2025 umfassend zu modernisieren und zu beschleunigen. Für die Streckenbeschleunigung sowie die Schaffung barrierefreier Stationen sind Investitionen in Höhe von über 30 Millionen Euro vorgesehen, die durch Mittel des Bundes inzwischen gesichert wurden. Ziel ist es, die Regionalbahn zu einer S-Bahn aufzuwerten und die Fahrgastzahlen auf der Strecke von heute rund 1.600 um rund 1.700 Fahrgäste täglich zu steigern. Insbesondere durch die hohe Dichte an Arbeitsplätzen in Ottendorf-Okrilla besteht hier ein großes Potenzial. Mit den jetzt untersuchten alternativen Antrieben kann die Umweltbilanz des Nahverkehrs entlang der zukünftigen S-Bahn S 7 weiter verbessert werden.