Von Radfahrer beschossen: Leipziger Bundestagskandidat verletzt - so erlebte er es
Der Leipziger CDU-Bundestagskandidat Dietmar Link (59) ist am Mittwochabend beim Aufhängen seiner Plakate (Foto von ihm mit CDU-Logo) für die Bundestagswahl von einem vorbeifahrenden Radfahrer beschossen worden. „Mit einem Feuerzeug oder einem Holzstück, das kann ich nicht genau sagen“, erklärt Link. Er sei allein erst in der Heinestraße, dann in der Saarländer Straße gewesen. „Dort habe ich so gegen 18 Uhr ein Plakat aufgehangen und habe dann gemerkt, dass mir etwas gegen den Kopf geflogen ist“, so Link weiter.
Es habe zu der Zeit geregnet. „Ich habe dann nur noch einen Radfahrer in schwarzer Regenkleidung auf einem dunkelgrünen Rennrad wegfahren gesehen.“ Danach habe er weiterplakatiert. „Ich habe dann erst beim Wiedereinsteigen ins Auto gemerkt, dass ich eine Schürfwunde, ja eine Beule am Kopf hatte und dann auch erst Kopfschmerzen bekommen.“ Die gute Nachricht: „Ich musste nicht in medizinische Behandlung. Von daher geht es mir erst mal gut.“ Es beschäftige ihn mental mehr. „Also dass ich jetzt so viel darüber reden soll. Ich muss gestehen, das belastet mich mehr als die Beule.“
Trotz vieler Wahlkämpfe sei er noch nie tätlich angegriffen worden. „Und ehrlich gesagt hätte ich das auch nicht für möglich gehalten.“ Link ärgert sich aber auch über sich selbst: Er predige immer, dass man nicht alleine Plakate aufhängen solle und dann mache er genau diesen Fehler selbst. „Das hätte ich gerade in der Gegend wohl nicht tun sollen.“
Link sei von „einer solchen Tat“ sehr betroffen, „weil ich merke, dass die politische Stimmung sehr aufgeheizt ist und gerade auch dieser Wahlkampf im Leipziger Süden von sehr großer Bedeutung ist. Aber ich finde solche Angriffe auf Politiker, das geht natürlich überhaupt nicht, zumal ich diese Tätigkeit ja auch rein ehrenamtlich ausübe.“