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Vogtland darf von der Impfpriorität abweichen

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Angesichts hoher Infektionszahlen sollen sich in Kürze im Vogtland alle Einwohner ab 18 Jahren gegen das Coronavirus impfen lassen können. Das kündigte Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) am Dienstag in Dresden nach einer Kabinettssitzung an. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag in dem Landkreis am Dienstag nach Angaben des Robert Koch-Instituts bei 251,3. Köpping bat aber noch um etwas Geduld. Man brauche noch ein paar Tage Zeit, um die Maßnahme umzusetzen. Frühestens ab Donnerstag (11.März) oder Freitag (12. März) könnte das Impfen für alle Erwachsenen beginnen.

Auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat den Plan der sächsischen Landesregierung gebilligt, im Landkreis Vogtland von der Impfpriorität abzuweichen. Er habe mit Ministerpräsident Michael Kretschmer gesprochen und vereinbart, dass dort ein „Schutzriegel“ durch Impfungen möglich sei, sagt Spahn im ZDF. Kretschmer hatte zuvor angekündigt, im Vogtland wegen der Nähe zu Tschechien mit den dort sehr hohen Infektionszahlen möglichst alle Bewohner, die wollen, zu impfen und von der Prioritätenliste abzuweichen. Damit soll verhindert werden, dass sich im Grenzgebiet viele Menschen anstecken.

Aus angrenzenden Regionen, wie dem Landkreis Zwickau, ist von Bewohnern aber auch Kritik an der Bevorzugung des Vogtlands zu hören. So wird befürchtet, dass andernorts Impfstoff für gefährdete Menschen fehlen könnte.