Villa Zimmermann steht unter Zwangsverwaltung
Die Villa Zimmermann an der Bahnhofstraße steht vor einer ungewissen Zukunft. Die Betreiber sind endgültig pleite - jetzt wird der Prunkbau zwangsverwaltet. Alle Pläne, das denkmalgeschützte Haus als Diskothek und Restaurant zu etablieren, ließen sich nicht verwirklichen. Die historische Villa war Ende 2008 nach aufwendiger Sanierung als Tanztempel feierlich eröffnet worden - bereits ein halbes Jahr später gingen die Lichter wieder aus. Auch der zweite Anlauf ein Jahr später scheiterte. Das Konzept wurde überarbeitet, jedoch ohne Erfolg.Die Villa wurde 1866 im neugotischen Baustil vom Industriebaron Johann Zimmermann gebaut. 18 Jahre später verkaufte Zimmermann die Villa an Julius Wolf, der das Gebäude in ein Hotel umwandelte. Zu DDR-Zeiten hatte in der Villa die HO-Verwaltung ihren Sitz. Nach der Wende stand das Haus jahrelang leer und war dem Verfall preisgegeben. Gleichzeitig wurde die Villa immer wieder zum Spielball von Spekulanten. Alle Vorhaben, egal ob Spielcasino oder Wellness-Center platzten jedoch. Anfang 2007 verkaufte die bisherige Eigentümerin, die Volksbank Mittweida, das Haus an die CM Private Grundstücksverwaltung aus Chemnitz. Im August 2007 begann die aufwendige Sanierung der Villa. Im Dezember 2008 wurde sie schließlich als Tanztempel feierlich eröffnet.