Viele Rotlichtblitzer offenbar falsch installiert

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Dresden -

Eine unbekannte Zahl an "Ampel-Blitzern" in Deutschland ist nicht ordnungsgemäß installiert. Möglicherweise sind davon auch zahlreiche Geräte in Sachsen betroffen. Nach Angaben des Herstellers, der Jenoptik AG, ist man mit rund 80 Kommunen im Gespräch. Allein in Leipzig stehen laut LVZ 30 Jenoptik-Blitzer. Dresden ist dagegen nicht betroffen. Düsseldorf hat acht Geräte außer Betrieb genommen.

Die Physikalisch-Technische Bundesanstalt in Braunschweig hat die Aufbauanleitung für die Rotlicht-Blitzer überarbeitet. Im Kern geht es um den Abstand der Induktionsschleifen in der Fahrbahn - dieser muss 1,20 Meter betragen. Ob es zu Fehlmessungen kam, ist nach Angaben der Bundesanstalt unklar. «Ob es zu Fehlmessungen gekommen ist, wissen wir nicht», sagte Robert Wynands von der Physikalisch-Technische Bundesanstalt. Die Präzisierung der Auflagen für die Sensorschleifen sei «streng formal», damit eine gegenseitige Störung ausgeschlossen sei. Es habe sich herausgestellt, dass die Soll-Formulierung als unverbindliche Anweisung missverstanden wurde. Deswegen sei sie bereits 2005 zu einer Muss-Bestimmung präzisiert worden.

Laut Jenoptik Messungen korrekt

«Die Messanlagen funktionieren unabhängig vom Abstand der Induktionsschleifen korrekt», betonte eine Unternehmenssprecherin von Jenoptik. Es geht um den Typ «Traffipax TraffiPhot III». Teilweise seien die Anlagen zur Überwachung von Rotlichtsündern seit den 1980er Jahren im Einsatz.

Derzeit würden nun keine Bußgeldverfahren mehr eingeleitet, teilte das Amtsgericht in Düsseldorf am Donnerstag mit. Welche Folgen sich für bereits abgeschlossene Verfahren ergeben, hänge von den weiteren Prüfungen der Messanlagen ab. Die Wiederaufnahme eines Verfahrens sei grundsätzlich möglich, aber vom Einzelfall abhängig. (mit dpa)