Viele Kampfunde in Chemnitz nicht registriert
Nach der Kampfhundattacke an der Neefestraße sind gravierende Gesetzeslücken aufgedeckt worden. Viele Kampfhunde sind demnach beim Ordnungsamt gar nicht als solche registriert. Weil sie von den Besitzern als Mischlinge gemeldet werden, gelten sie automatisch nicht als gefährlich. Das war auch bei dem Pitbull der Fall, der die 20-Jährige am Wochenende zerfleischt hat. Derzeit leben nach Angaben der Stadtverwaltung mehr als 7.600 Hunde in Chemnitz, lediglich sieben sind als gefährlich gemeldet. Nach der Kampfhundattacke auf dem Kapellenberg ermittelt die Polizei jetzt auch gegen die Frau, die von dem Pitbull zerfleischt wurde. Sie hatte den Kampfhund ihres Freundes ohne Maulkorb ausgeführt. Das ist jedoch laut Polizeiverordnung verboten. Die 20-Jährige hat den Hundeangriff nur überlebt, weil zwei Männer den Pitbull von der Frau wegprügelten. Auch sie wurden dabei gebissen. Polizisten erschossen schließlich das Tier.