Verseuchte Komposterde ruft Umweltschützer auf den Plan
Im Fall der mit Plastikmüll verseuchten Komposterde am Pfarrhübel hat sich das Umweltamt eingeschaltet. Es will die Agrarfirma, die den Kompost verarbeitet und auf den Feldern verteilt, verstärkt unter die Lupe nehmen. Das Unternehmen aus Adorf indes wies jede Schuld von sich - der Plastikmüll stamme aus den Chemnitzer Biotonnen. Deren Inhalt hundertprozentig zu sortieren sei nicht möglich. In vielen Haushalten werde schlecht oder gar nicht getrennt, das Ergebnis lande dann auf den Feldern. Dem widersprechen Umweltschützer. Die Komposterde, die die Firma an andere Bauern verkaufe, sei frei von Plastikabfällen. Es könne also durchaus ordentlich aussortiert werden. Der Vorwurf: um Kosten beim Aussieben zu sparen, verteilt die Firma den nur grob gesiebten Kompost auf ihren eigenen Feldern, zum Beispiel am Pfarrhübel. Mehrfach gesiebter Kompost geht in den Verkauf. Mit diesem Verhalten schädige das Unternehmen nicht nur sich, sondern auch andere, kritisieren Umweltschützer. Denn über die auf den Feldern wachsenden Pflanzen würden die Schadstoffe auch in die Nahrungskette der Menschen gelangen. Dies könne kein verantwortungsvoller Bauer mit seinem Gewissen vereinbaren. Anwohner beobachten das Treiben schon seit mehreren Jahren und fordern endlich ein Einschreiten der Behörden, das Umweltamt hatte sogar schon einmal einen "Ausbringsungsstopp" für die verseuchte Erde verhängt.