- Symbolbild
Vermeintlicher Mord war ein gottloser Jesus-Diebstahl
Sie traute ihren Augen kaum. Eine Frau beobachtet heute früh gegen 7 Uhr, wie zwei Männer über den Irrbornweg am Rande des Küchwalds schlichen und einen in Plastiktüten verpackten Körper schleppten. Dann legten die Unbekannten ihre Fracht vorsichtig in einen Graben und tarnten die Stelle mit Laub.
Ein vermeintlicher Mord
Die Frau tippte die 110 in ihr Handy und alarmierte die Polizei: „Kommen Sie schnell! Hier ist offenbar ein Verbrechen geschehen.“ Alarm. Blaulicht. Sirenen. Die Polizisten sind zur Stelle, spähen in den Graben. Und da liegt er tatsächlich – ein Körper! Doch keine menschlichen Züge. Kaltes Metall, tote Augen, Jesus Christus aus Bronze. Daneben ein Trolley, das mutmaßliches Transportmittel eines frevelhaften Coups.
Gottlose Jesus-Diebe
Schnell war klar: Die Beamten hatten die Beute eines gottlosen Diebstahls sichergestellt. Zwischen Montagnachmittag und Dienstagmittag hatten Halunken auf einem Friedhof an der Salzstraße eine Jesus-Skulptur aus Bronze gestohlen und waren mit der etwa einen Meter großen Statue verschwunden. Spurlos. Bis die Zeugin die Diebe am Irrbornweg.
Polizei sucht Zeugen
Jetzt sucht die Polizei nach den Jesus-Dieben. Wem sind insbesondere im Bereich der Salzstraße und des Küchwaldes Personen mit dem Diebesgut bzw. einem Trolley aufgefallen? Hinweise zur Täterschaft nimmt das Polizeirevier Chemnitz-Südwest unter der Telefonnummer 0371 5263-0 entgegen.
