Verkehrsverbund plant neuen Betriebshof in Chemnitz

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An der Dresdner Straße schreiten die Planungen für einen neuen Straßenbahnbetriebshof voran. Auf seiner Sitzung im Februar soll der Chemnitzer Stadtrat den Verkauf der Baufläche an den Verkehrsverbund besiegeln - der Kaufpreis beträgt eine Million Euro.

Der Neubau ist auf dem ehemaligen Bahngelände gegenüber der Sachsen-Allee geplant, an der Ecke Dresdner Straße/ August-Bebel-Straße. Dort sollen künftig die Bahnen des Chemnitzer Modells gewartet und repariert werden. Die Fläche hatte die Stadt vor ein paar Jahren von der Deutschen Bahn erworben. Jetzt will sie der VMS kaufen, weil die Kapazitäten in den bestehenden Werkstätten erschöpft sind.

Für die neuen Strecken unter anderem nach Limbach-Oberfrohna und St. Egidien will der VMS 19 vollelektrische Regionalstadtbahnen anschaffen. Damit sie den neuen Betriebshof ansteuern können, soll auch die August-Bebel-Straße an das Straßenbahnnetz angeschlossen werden.

"Die Kapazitäten des CVAG-Betriebshofes, wo unsere 12 Citybahnen betreut werden, sind erschöpft" erklärt VMS-Geschäftsführer Harald Neuhaus. "Die Umsetzung des Chemnitzer Modells erfordert diese verkehrliche und infrastrukturelle Voraussetzung. Ohne Betriebshof keine neuen Fahrzeuge, ohne neue Fahrzeuge keine Erweiterung des Chemnitzer Modells. Deshalb ist der Neubau dringend nötig.“

Das Chemnitzer Modell, welches das Umland mit dem Chemnitzer Straßenbahnnetz verbindet, ist zurzeit 89 Kilometer lang. Es gibt vier Linien: C11 (Stollberg), C13 (Burgstädt), C14 (Mittweida) und C15 (Hainichen).