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Verdi ruft zu Warnstreik im sächsischen Nahverkehr auf

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Der Lokführerstreik ist gerade vorbei, da kommt für Pendler die nächste Herausforderung. Die Gewerkschaft Verdi hat für Freitag zu einem Warnstreik im öffentlichen Personennahverkehr aufgerufen.

In allen Bundesländern soll gestreikt werden, ausgenommen Bayern. Dort wurde letztes Jahr erst ein Tarifvertrag unterzeichnet und es herrscht eine Friedenspflicht. In allen anderen Bundesländern fahren am Freitag dann weder Busse, Straßen- oder U-Bahnen.

In Sachsen ruft die Gewerkschaft die Beschäftigten der kommunalen Verkehrsunternehmen in Chemnitz, Dresden, Leipzig, Plauen und Zwickau am 2. Februar 2024 zu einem ganztägigen Warnstreik auf.

Das bedeutet, die Dresdner Verkehrsbetriebe und die Chemnitzer Verkehrs AG zum Beispiel sind betroffen. Zu den konkreten Auswirkungen ist allerdings noch nichts bekannt.

Gegenwärtig finden in den Bundesländern Tarifverhandlungen zwischen Verdi und den Kommunalen Arbeitgeberverbänden statt. In Sachsen hat die erste Verhandlungsrunde am 24. Januar 2024 in Chemnitz stattgefunden.

„Im Zuge dieser Verhandlungen konnte keine Annäherung erzielt werden“, so Verdi. „Die Arbeitgeberseite legte keinerlei Angebot zu den Forderungen der Beschäftigten vor. Sie stellten lediglich in Aussicht, den gekündigten Tarifvertrag zu bestehenden Bedingungen um fünf Jahre verlängern zu wollen.“

Dazu sagt Paul Schmidt, Verdi-Verhandlungsführer: „Die Arbeitgeber begründen ihre Absage an unsere Forderung nach Entlastung mit den steigenden Einkommen der Beschäftigten in den sächsischen Unternehmen. Diese Steigerung war dringend notwendig und ist bemerkenswert. Damit sind wir nach Jahren der roten Laterne bei den Löhnen endlich auf dem Branchenniveau angekommen. Gleichzeitig ändert das nichts daran, dass die Kolleginnen und Kollegen dringend Entlastung benötigen.“