Unterrichtsausfall in Sachsen auf Rekordniveau
An Sachsens Schulen sind im ersten Halbjahr fast neun Prozent der geplanten Unterrichtsstunden ausgefallen. Das geht aus einer Statistik des Kultusministeriums hervor und ist deutlich mehr als im Vorjahr.
Das Kultusministerium hat eine Erklärung: etwa 40.000 ausgefallene Unterrichtsstunden seien auf den Warnstreik der Lehrer im November und Dezember zurückzuführen. Ohne die Streiktage wurde der Unterrichtsausfallanteil auf dem gleichen Niveau des Vorjahres liegen. Besonders betroffen waren Oberschulen und Förderschulen.
Der Landesvorsitzende der Bildungsgewerkschaft GEW, Burkhard Naumann, sagte der Leipziger Volkszeitung: „Der Teufelskreis aus Personalmangel und Überlastung an den Schulen dreht sich weiter. Deshalb muss der Freistaat zusätzliches Geld für ein Bildungspaket in die Hand nehmen.“ (mit dpa)