• Foto: TU Chemnitz/ Jacob Müller

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Uni-Bibliothek bereitet Umzug vor

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Der Umbau der Alten Aktienspinnerei im Chemnitzer Stadtzentrum geht in die Endphase. Die äußere Hülle ist fast vollständig saniert und erstrahlt in neuem Glanz - jetzt bereitet die Uni-Bibliothek der TU Chemnitz ihren Umzug vor. Mehr als eine Million Bücher sowie unzählige Akten aus den Archiven müssen bis Oktober nächsten Jahres umgelagert werden, dann wird das Haus feierlich eröffnet. So ist zumindest derzeit der Plan.

Bücher spielen bei den Studenten noch immer eine große Rolle, sagte uns die Direktorin der Universitäts-Bibliothek, Angela Malz. "Im Zeitalter der Digitalisierung hat unsere Einrichtung nach wie vor großen Zulauf, sie ist für die Studenten der TU auch eine wichtige Begegnungsstätte und das wird auch in Zukunft so bleiben".

In der ehemaligen Aktienspinnerei erwartet die Studenten ein besonderes Lern-Ambiente: gusseiserne Säulen und Gewölbedecken wurden umfangreich saniert, sie lassen die Geschichte des Industriebaus erahnen. "Es wird Orte geben, an die man sich ganz in Ruhe zurückziehen kann" erklärt Angela Malz. "Gleichzeitig bieten wir große Räume, in den gemeinsam gelernt oder auch diskutiert werden kann."

Die Aktien­spin­nerei an der Straße der Nationen entstand im Jahr 1858. Sie war damals die größte Spinnerei Sachsens. Aller­dings endete der Spinne­rei­be­trieb schon 1914. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude stark zerstört. Zu DDR-Zeiten diente es als Wismut-Kaufhaus und war unter anderem auch ein Provi­so­rium für das Puppen­theater. Zuletzt wurde das Haus als Galerie genutzt. Im Herbst 2011 hatte der Freistaat die Immobilie zum symbo­li­schen Preis von einem Euro von der Stadt erworben, um sie zur Uni-Bibliothek für die TU Chemnitz umzubauen.

Audio:

Angela Malz, Direktorin der Universitäts-Bibliothek hören