Umweltschützer und Häfen streiten über Elbvertiefung
Naturschützer sprechen sich dagegen aus, die Elbe für die Schifffahrt zu vertiefen. Das sehen Güterschifffahrt und Häfen an der Elbe anders.
Der „BUND Sachsen“ fordert Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder auf, für die Elbvertiefung kein Geld mehr auszugeben. In Zeiten klammer Kassen müssten Steuermillionen sinnvoll eingesetzt werden, findet der BUND. Trotz erheblicher Baumaßnahmen habe sich die Schiffbarkeit der Elbe verschlechtert, weil das Wasser fehle.
In vielen Abschnitten liege die Fahrrinnentiefe weiter unter einem Meter. Darum sei Gütertransport auf der Elbe nicht möglich, befinden die Umweltschützer. Weiteres Bauen sei wirkungslos. Das Wasser fließe immer schneller durch die Elbe. Der Fluss wirke zunehmend wie ein Entwässerungskanal, so dass Aue austrocknen würden und der Landwirtschaft Wasser fehle. Dieser Prozess müsse umgekehrt werden, meint der BUND.
Die „Sächsische Binnenhäfen Oberelbe GmbH“ mit ihren Umschlagplätzen in Dresden, Riesa und Torgau sieht das anders. Wasserwege seien wichtig, um zum Beispiel Generatoren, Dampfturbinen oder Windkraftkomponenten zu transportieren.