Überfallserie von Neonazi-Gruppe begann offenbar in Chemnitz
Die Überfallserie der mutmaßlichen Neonazi-Terroristen Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos hat offenbar früher begonnen als bisher angenommen - das berichtet der „Spiegel.“ Dort heißt es: das sächsische Landeskriminalamt gehe inzwischen davon aus, dass die Extremisten bereits 1998 gemeinsam einen Supermarkt in Chemnitz überfallen haben. Dem Bericht zufolge hatten am 18. Dezember 1998 zwei als groß und schlank beschriebene Täter die Kassiererin eines Edeka-Marktes mit einer Waffe bedroht und ihr mehrere tausend Mark entrissen. Auf der Flucht wurden sie von einem 16-Jährigen verfolgt, der den Überfall beobachtet hatte. Die Räuber schossen auf den Jugendlichen - die Kugeln verfehlten aber ihr Ziel. Das LKA bestätigte den Fall nicht und verwies auf die Ermittlungen des Generalbundesanwalts. Das Duo firmierte gemeinsam mit seiner Komplizin Beate Zschäpe unter dem Namen Nationalsozialistischer Untergrund (NSU).