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Überfall auf Juwelier: Prozess in Chemnitz gestartet

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Vor dem Amtsgericht Chemnitz läuft unter dem Aktenzeichen 16 Ls 650 Js 11556/25 der Prozess gegen Serhii K. Der 55-Jährige Ukrainer soll im März an einem Überfall auf ein Juweliergeschäft in der Börnichsgasse beteiligt gewesen sein.

Drei Maskierte im Laden – einer draußen

Die Anklage wirft K. vor, vor dem Geschäft gewartet zu haben, während drei maskierte Komplizen den Überfall verübten. Unmaskiert soll er die Umgebung beobachtet haben. Im Laden selbst ging es schnell: Einer der Täter schlug den 44-jährigen Inhaber, ein anderer fesselte ihn mit Klebeband. Dann plünderten sie Tresor und Vitrine – Beute: Schmuck und Bargeld im Wert von rund 50.000 Euro.

Flucht auf zwei Routen

Die drei Maskierten flüchteten in Richtung Getreidemarkt, stiegen in einen grauen Transporter mit polnischem Kennzeichen und verschwanden. Serhii K. entfernte sich zu Fuß in Richtung Theaterstraße. Der Geschäftsinhaber befreite sich schnell und nahm die Verfolgung auf – erfolglos. Die Polizei stellte später fest: Die Kennzeichen des Transporters gehörten zu einem ganz anderen Fahrzeug in Polen.

Überwachungsvideos und Schweigen

Die Ermittler setzen auf Videoaufnahmen aus der Umgebung. Zu seinen Komplizen schweigt der Angeklagte bislang. K. lebte bis zur Tat in einer Flüchtlingsunterkunft in Stollberg und sitzt seitdem in Untersuchungshaft.