Tuning-Car wird zum Fall für die Polizei
Ein lautes Auspuffgeräusch bei einem Audi hat die Chemnitzer Polizei auf den Plan gerufen. Das Auto wurde auf der Zwickauer Straße angehalten und einer Kontrolle unterzogen. Es bestand der Verdacht der Manipulation an der Abgasanlage. Auch lag der Audi ziemlich tief auf der Fahrbahn, was eine unzulässige Fahrwerksveränderung vermuten ließ.
Durch die hinzugerufenen Spezialisten der Chemnitzer Verkehrsüberwachung wurde eine technische Untersuchung bei der DEKRA veranlasst. Im Rahmen dieser sind dann 15 technische Mängel bei dem Audi festgestellt worden, so unter anderen defekte lichttechnische Einrichtungen, unzulässige Spurverbreiterungen, einen nicht typgeprüften Sportkatalysator, selbst gebastelten Turbolader sowie Ladeluftkühlereinheit bis hin zu einem Rohr anstelle des Mittelschalldämpfers.
Auch die Standgeräuschmessung überschritt den maximal zulässigen Wert. Infolge der Tieferlegung, die das Fahrzeug auf der Fahrbahn aufsetzen ließ, als auch angeschliffener Reifen sowie der Änderung der Abgasanlage, was die erhebliche Überschreitung des Standgeräuschvergleichswertes zur Folge hatte, wurde der Audi stillgelegt. Die Polizei untersagte die Weiterfahrt.
Der 29-jährige deutsche Autobesitzer muss nun mit einem Bußgeld von etwa 250 Euro und einem Punkt im Verkehrszentralregister rechnen. Zudem kommen auf ihn die Kosten der DEKRA-Untersuchung sowie gegebenenfalls der Wiederzulassung inklusive Vollgutachten zu.