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Trumps Amtseinführung spielt in Amerika keine Rolle

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Die Amtsein­füh­rung von Donald Trump als 45. Präsi­dent der USA spielt in Amerika keine Rolle. In der kleinen Siedlung an der Zwickauer Mulde bei Penig ist Freitag ungeachtet der Verei­di­gung von Trump in Washington ein ganz normaler Tag. Es seien weder eine Feier noch das Hissen einer Flagge oder ähnli­ches vorge­sehen, hieß aus der Verwal­tung der Stadt Penig, zu der Amerika seit 1994 als kleinster Ortsteil gehört. Nur noch 66 von einst mehr als 100 Menschen wohnen in Amerika. 2002 war auch die Mulden­tal­bahn still­ge­legt worden, so dass der Bahnhof weitge­hend verwaist ist. Immerhin aber war die Siedlung dem US-General­konsul Scott R. Riedmann aus Leipzig im Oktober 2015 eine halbtä­gige Visite wert. "Da haben wir uns sehr gefreut", sagte Stadt­spre­cherin Manuela Tschök-Engel­hardt. Der Ortsname geht darauf zurück, dass die Arbeiter der Wollspin­nerei früher immer über den Fluss mussten. Das "große Wasser" stand damals sinnbild­lich für die Überfahrt nach Amerika. Mit der Mulden­tal­bahn und dem Bahnhof wurde der Ortsname offiziell. Die still­ge­legte Bahnstrecke wird für touris­ti­sche Fahrten mit Hebel­d­rai­sinen und "Schie­nen­trabis", die dem Trabant ähneln, genutzt. (dpa)