- Papst Franziskus
Trauer in Sachsen um Papst Franziskus
Der Tod von Papst Franziskus sorgt auch in Sachsen für Trauer. Der 88-jährige war am Montagmorgen nach langer Krankheit in Rom verstorben; noch am Sonntag hatte er den Ostersegen gespendet.
Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) schrieb auf Facebook und der Plattform X: „Er war ein beeindruckender Mensch – voller Wärme, Klarheit und innerer Stärke“.Franziskus habe bis zuletzt Brücken gebaut, zwischen Menschen, Religionen, Kulturen. „Er hat gezeigt, wie viel Kraft im Zuhören und im Dialog liegt.“
Landtagspräsident Alexander Dierks (CDU) hat den verstorbenen Papst Franziskus ebenfalls als ein „Vorbild für Mitgefühl und Aussöhnung“ gewürdigt.
In der Dresdner Kathedrale wird am kommenden Sonntag in einem Gottesdienst an den verstorbenen Papst erinnert. Dazu wird in der Kapelle ein Bild aufgestellt. Wer möchte, kann eine Kerze entzünden.
Katholiken trauern weltweit!
Zum Tod des Heiligen Vaters haben sich auch die Bistümer Dresden-Meißen und Görlitz geäußert.
Bischof Heinrich Timmerevers:
"Mit Papst Franziskus verliert die Kirche einen besonnenen Reformer. Während vielleicht deutsche und mitteleuropäische Hoffnungen nicht unmittelbar erfüllt wurden, hat er für die Weltkirche mit dem stark veränderten Fokus „auf die Ränder“, mit der Neuordnung und Besetzung von Kurie und Kardinalskollegium sowie mit der Stärkung des synodalen Prinzips der Kirche fundamentale Weichenstellungen vorgenommen. Wollte man ein Bild bemühen, dann hat Franziskus im Weinberg des Herrn den Boden gelockert, ihn von manchem Unkraut befreit und vieles bereitet, damit Neues erwachsen kann. Ich bin überzeugt, dass wir die Früchte seines Wirkens erst in einigen Jahren wirklich erfassen werden.
Im Jahr 2022 konnte ihn bei einer Privataudienz persönlich kennenlernen. Er zeigte sich sehr interessiert für die Kirche von Dresden-Meißen und die Situation, in der wir nicht nur als Christen in Sachsen und Ostthüringen leben. Ich habe ihm vom Leben in unserer Diaspora erzählt, etwa wie viele Kilometer Gläubige zwischen Borna und Burgstädt fahren müssen, wie wir Menschen mit Christus in Berührung bringen möchten und wie vielfältig unser Bistum vom Sorbischen bis ins Altenburger Land ist. Papst Franziskus hat uns damals darin bestärkt, gemeinsam, das heißt synodal, mit den Gläubigen und im Vertrauen auf Gott auf die aktuellen Herausforderungen Antworten im Glauben zu suchen."
Mehr dazu lesen Sie über folgenden Link:
Wer war Papst Franziskus? Ein Nachruf von Michaela Stahl:
