Trainerlegende Gerd Schädlich ist gestorben
Der Fußball-Osten und vor allem Westsachsen trauert um Gerd Schädlich. Der ehemalige Fußballtrainer ist in der Nacht von Freitag zu Samstag im Alter von 69 Jahren nach langer und schwerer Krankheit gestorben. Das teilte unter anderem der Chemnitzer FC am Abend unter Berufung auf Schädlichs Familie mit.
„Es ist unfassbar traurig und so schwer derzeit Worte zu finden oder die Tragweite für uns zu erfassen“, sagte die Vorstandsvorsitzende der Chemnitzer, Romy Polster. „Mit dem heutigen Tag haben wir einen ganz großen Fußballer, Menschen und Freund verloren.“
Als Spieler war Schädlich in den 1970er-Jahren insbesondere für den FC Karl-Marx-Stadt aktiv, ehe er seine Karriere aufgrund von Verletzungsproblemen beenden musste. Als Trainer erlangte er Bekanntheit in ganz Deutschland in den 1990er-Jahren als er mit dem FSV Zwickau in die 2. Bundesliga aufgestiegen war. Über die Stationen Sachsen Leipzig und dem FSV Hoyerswerda ging er im Jahr 1999 zu Erzgebirge Aue. Bei den Auern stand er insgesamt 300 Spiele an der Seitenlinie und schaffte 2003 den Aufstieg in die 2. Liga.
Nach achteinhalb Jahren verließ er die Veilchen und wechselte ein halbes Jahr später im Sommer 2008 zum Chemnitzer FC. Beim damaligen Viertligisten (Regionalliga Nord) blieb er etwas mehr als fünf Jahre und schaffte 2011 den Aufstieg in die 3. Liga. 2013 beendete er seine Trainerkarriere. Danach war er noch für den Halleschen FC zwei Jahre von 2014 bis 2016 als Scout tätig. (mit dpa)
