• Zwei Tote und 30 Verletzte – zwei Regionalbahnen stoßen bei Pernink frontal zusammen, deutscher Rettungsdienst und Rettungshubschrauber grenzüberschreitend im Einsatz. © extremwetter.tv / Bernd März

    Zwei Tote und 30 Verletzte – zwei Regionalbahnen stoßen bei Pernink frontal zusammen, deutscher Rettungsdienst und Rettungshubschrauber grenzüberschreitend im Einsatz. © extremwetter.tv / Bernd März

Tote und Verletzte bei Zugunglück auf Erzgebirgskamm

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Update 8. Juli, 06:20 Uhr: Die Polizei hat nach dem tödlichen Zugunglück den Lokführer verhaftet. Er soll zu früh losgefahren sein und so den frontalen Zusammenstoß mit einem anderen Zug ausgelöst haben.

Update 20.30 Uhr: Unter den Toten ist nach Angaben unseres Reporters auch eine Deutsche.

Beim Frontalzusammenstoß zweier Personenzüge zwischen Johanngeorgenstadt und Karlsbad in Tschechien hat es Tote und Verletzte gegeben. Mindestens zwei Menschen seien ums Leben gekommen und rund 30 verletzt worden, berichtete das öffentlich-rechtliche Fernsehen CT unter Berufung auf die Rettungskräfte.

Kurz nach dem Bahnhof Pernink in Fahrtrichtung Karlsbad stießen die zwei Regionalbahnen bei hoher Geschwindigkeit zusammen. Großalarm wurde ausgelöst. In dem sehr schwer zugänglichen Gebiet sind laut Anwohnern rund 200 Einsatzkräfte im Einsatz, Feuerwehr, Bergwacht, Rettungsdienst, zahlreiche Notärzte und Polizei. Vor Ort konnte sich Reporter Bernd März ein Bild von der Situation machen.

Im Akkord werden die Schwerverletzten weggeflogen. Auch der Rettungsdienst aus Deutschland und der Rettungshubschrauber aus Zwickau ist grenzübergreifend im Einsatz. Die Polizei hat die Einsatzstelle großräumig abgesperrt.

Die Krankenhäuser der Region wurden in Bereitschaft versetzt. Die Züge befanden sich auf der Strecke zwischen dem westböhmischen Bäderort Karlsbad (Karlovy Vary) und dem sächsischen Johanngeorgenstadt. Die kurvenreiche Trasse führt über den Erzgebirgskamm. Warum die Züge zusammenstießen, war zunächst unklar. (mit dpa)

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Reporter Bernd März vor Ort