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Tote Babys in Tschechien und Schwarzenberg waren Brüder

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Das vor über einem Jahr in Schwar­zen­berg gefun­dene tote Baby und ein Anfang Juni in Tsche­chien entdeckter Säugling waren Brüder. Mit hoher Wahrschein­lich­keit haben die beiden getöteten Jungen auch denselben Vater, sagte ein Polizei­spre­cher. Dies habe der DNA-Abgleich ergeben. Die deutschen Ermittler wollen ihre Unter­su­chungen nun mit denen der Kollegen im Nachbar­land zusam­men­führen. Es geht darum, Details auszu­tau­schen und einen Plan für weitere Ermitt­lungen aufzu­stellen. Die Suche nach der Mutter blieb in beiden Ländern bisher ohne Erfolg. Der erste Junge war am 19. Januar 2011 in einem Altklei­der­con­tainer entdeckt worden - einge­wi­ckelt in zwei Einkaufs­tüten. Laut Obduk­tion war das voll entwi­ckelte Kind erstickt worden. Trotz eines Massen­gen­tests, der Ausstrah­lung des Falls im Fernsehen sowie vieler Hinweise gibt es keine Spur zur Mutter. Vor der Beerdi­gung hatte die Stadt Schwar­zen­berg dem kleinen Jungen den Namen Max Winter gegeben. Knapp 15 Monate später fanden Polizisten in der tsche­chi­schen Gemeinde Rotava ein totes Baby. Die Leiche lag im Straßen­graben. Wie der Junge starb, ist unklar. Wegen der Nähe des Fundortes zu Sachsen und Bayern wurden die deutschen Behörden einge­schaltet. Nun sollen weitere Details wie die Auffin­de­si­tua­tion mit dem Fall im Nachbar­land abgeklärt werden. "Für uns heißt das, wir haben jetzt zwei tote Babys", erklärte Polizei­spre­cher Jan Meinel.