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Tonnenschwerer Baumstamm bohrt sich durch Einfamilienhaus

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Bei diesen Bildern ist man sprachlos und erleichtert zugleich, dass niemand zu Schaden gekommen ist. Am Schlossberg in Bad Schandau in der Sächsischen Schweiz war bereits am Mittwoch ein tonnenschwerer Baumstamm einen Steilhang hinab geschossen und hatte sich in ein Einfamilienhaus gebohrt. Die 30 Meter lange Eiche war zwar gesichert, aber offenbar konnte das Seil den Koloss nicht halten und riss. Am Fuß des Hangs durchschlug der Stamm das Dach, die Außenwand, eine Zwischendecke, mehrere Wände und traf einen Schornstein.

Um den Unglücksbaum zu bergen wurden das Technische Hilfswerk Pirna sowie Dresden mit einem Baufachberater alarmiert. Helfer der THW Ortsverbände Pirna, die Kollegen vom THW Dippoldiswalde hinzuzogen, erhielten den Auftrag zur technischen Hilfeleistung, um das Gebäude unter Anleitung des Baufachberaters zu sichern. Die Aktion sei nicht ungefährlich gewesen. 20 Helfer waren zunächst zwei Tage lang damit beschäftigt, den Baum abzustützen und die Bergung vorzubereiten.

Mit enormen Kraftanstrengungen gelang es den Helfern vom Technischen Hilfswerk schließlich an diesem Wochenende den geschätzt 12 Tonnen schweren Stamm zu bergen und das Grundstück fachgerecht zu beräumen. Dabei kam ein 60-Tonnen-Kran zum Einsatz.

Die Besitzerin des Wohnhauses war zur Zeit des Unglücks nicht daheim. Sie kam woanders unter. Das Haus ist derzeit unbewohnbar. 

 

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