Prozess nach Erbstreit: Schütze bestreitet Tötungsabsicht

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Im Landgericht hat heute Vormittag der Prozess zum tödlichen Erbstreit in Limbach-Oberfrohna begonnen. Angeklagt ist ein 74-Jähriger. Er soll den Sohn seiner verstorbenen Lebenspartnerin erschossen haben.

Der Angeklagte, Henry Louis Z., traf am 6. März zu Hause mit dem 41-jährigen André Z. und dessen Frau zusammen. Es ging um die Hinterlassenschaft der Verstorbenen. Während des Streits ging der Angeklagte zu seinem Waffenschrank. Laut Anklage sagte er anschließend zum Opfer: „André, jetzt bist du dran.“ Dann fiel der Schuss, an dem der 41-Jährige noch am Tatort starb.

Henry Louis Z. ist Mitglied eines Schützenvereins. Die Pistole durfte er besitzen. Vor Gericht erklärte er, dass ihn das Ehepaar an der Tür angemacht habe. Wochenlang habe es ihn mit Bedrohungen und Beschimpfungen fertiggemacht. Mit der Pistole wollte er nach eigenen Worten André Z. zur Rede stellen. „Ich wollte nicht schießen, nur drohen“, sagte er vor Gericht. Dann sei er gestoßen worden, der Schuss habe sich gelöst.

Für den Prozess sind sieben Verhandlungstage angesetzt.